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Der Neue Hochstand

(von Klaus Voß 16.02.2010)

Als die Polizei uns den Hochstand im Zuge einer routinemäßigen Überprüfung  im Jahre 2001 sperrte, waren wir zu nächst ratlos.

Aber bereits nach kurzer Zeit, im Frühjahr 2002 wurde ein Schießstandsachverständiger mit der Neuplanung beauftragt. Die Umsetzung des Gutachtens bereitete zunächst Schwierigkeiten, da der Kugelfang in der Vertikalen beweglich sein sollte. Es war schwierig hierfür einen Architekten zu finden, der für wenig Geld, die Umsetzung des Gutachtens durchführen wollte. Nachdem wir uns zu einer anderen Bauweise entschlossen hatten, war die Suche nach einem Architekten, nicht mehr so schwer. Wir konnten nach intensiven Gesprächen, mit dem Architekturbüro Crull + Partner, Uwe Crull für die Aufgabe gewinnen.

Für das große Entgegenkommen von Uwe Crull möchten wir uns bedanken.

 

Jedoch war mittlerweile bereits der Sommer des Jahres 2003 vorüber. Im Dezember 2003 stellten wir dann endlich den Bauantrag beim zuständigen Bauamt.
Bereits im Frühjahr 2004 wurde mit den Maurerarbeiten durch die Firma Weber begonnen, jedoch musste diese aus gesundheitlichen Gründen den Weiterbau einstellen, sodass wir uns um ein neues Bauunternehmen bemühen mussten. Im Dezember 2004 konnten wir dann die Firma Uwe Böhm für die Aufgabe des Weiterbaues gewinnen.

 

Die Schwierigkeiten bei den Eigenleistungen möchten wir hier nicht verschweigen, im Jahr 2004 konnten wir nur die Einmauerung des Schützenstandes durch die Mitglieder Gert Weber und Florian Herlich beginnen.
Warum auch immer diese Leistungen im Vorjahr stockten, sie wurden um so intensiver im Jahr 2005 weitergeführt.

 

Im Januar 2005 wurden die Arbeiten an dem Schützenstand begonnen, zunächst wurden die Schießcharten vergrößert, hierfür möchten wir uns bei Klaus Lange und Max Wünsche bedanken, die in Einzelarbeiten dieses bewerkstelligten.

Nachdem die Frostperiode vorbei war, begannen die Maurerarbeiten durch die Firma Uwe Böhm, zudem wurde jedes Wochenende für die Eigenleistung bis zur Fertigstellung angesetzt.

 

 

Eine Einteilung der Kompanien für diese Arbeiten, wurde nicht von allen Kompanien und Gesellschaften angenommen, und so fehlte an jedem Wochenende trotz Einteilung mindestens eine Unterabteilung bei den Arbeiten, hier einen ganz großen Dank an die Vorstandsmitglieder, die durch ihr Engagement es geschafft haben, dass der Weiterbau zügig vonstatten ging.

 

Am 12. März trafen sich dann, unter meiner Leitung, eine große Anzahl von Mitgliedern (Klaus Lange, Volker Keller, Harri Braun, Ulli Krügler, Klaus Bartelt, Norbert Grabski, Frank Döring, Christopher Reichert, Marc Berndt) um auf dem Bauhof der Firma Uwe Böhm die gestifteten Bodensteine abzuholen und die Rahmung für die Fenster und den Durchgang zu fertigen und auf die Mauerung zu befestigen.

 

Für die Steinspende nochmals vielen Dank.

Am 19. März wurde unter der Leitung von Klaus Lange durch die Mitglieder Roland Reichert, Jörg Sturm, Dirk Drunkemöller, Florian Herlich, Klaus Tilgert, Christian Klein der Schützenstand mit Split und Sand aufgefüllt.

Am Ostersamstag wurden die Arbeiten ausgesetzt, jedoch am nächster Samstag, den 02.April wurden unter meiner Leitung von Jürgen Berndt, Klaus Lange, Jörg Sturm, und Frank Döring die Bodensteine in den Schützenstand verlegt und die Fugen mit Sand ausgefüllt.

Die Firma Uwe Böhm war mit den Maurerarbeiten in der 14. Woche fertig, der Firma Metallfabrikate Schnorrenberg wurde signalisiert, dass sie mit den Metallarbeiten beginnen kann, wie sie in der 11. Woche besprochen wurden.

Auch am 09. April trafen sich wieder einige Mitglieder unter der Leitung von Harri Braun am Schießstand um die Arbeiten für den Schützenstand weiterzuführen.
Es waren die Schützenbrüder Klaus Lange, Jürgen Berndt, Dirk Sturm, Rolf Hansjürgen, Thomas Klein, Florian Herlich, Tim Sturm, Marc Berndt.
Es wurde der Boden mit einer Rüttelplatte abgerüttelt und die restlichen Steine in den alten Hochstand gelegt und weitere Aufräumarbeiten durchgeführt.

Die Dacharbeiten des Schützenstandes konnten leider nicht begonnen werden, da uns ein Schützenbruder in Stich gelassen hat.

 

Der nächste Tag war der 16. April, unter meiner Leitung waren die Mitglieder Jörg Sturm, Jürgen Berndt, Dirk Sturm, Klaus Lange, Christian Sandrock, Waldemar Schaffrin anwesend, wir fertigten in 7 Stunden das Dach des Schützenstandes.

 

 

 

Christian Sandrock, Klaus Lange und Jürgen Berndt machten die Schießscharten auf die vorgegebene Größe.

 

Die Firma Metallfabrikate Schnorrenberg hat am 22.04.05 die Vorarbeiten für den Laufsteg und die Aufhängung des Kugelfanges durchgeführt.

Auch am 23. April wurde wieder für den Schützenstand gearbeitet, von Harri Braun und Frank Döring und mir wurden die Fenster in den Schützenstand eingebaut und die offenen Schießscharten von Jörg Sturm und Volker Keller verkleidet.

 

Außerdem wurde das Dach, dass in der Vorwoche gefertigt wurde von Jürgen Berndt, Jörg Selge und mir, um 20 cm tiefer gesetzt.

 

Detlef Krumpen und Florian Herlich begannen mit dem Verputzen der Außenwände des neuen Hochstandes.
Dirk Drunkemöller fertigte die neue Beleuchtung im Innenhof.
Klaus Tilgert, Detlef Klein und Hans-Peter Pohler räumten den Bauschutt beiseite, damit auch die Malerarbeiten begonnen werden konnten. Zudem unterstützten sie Detlef Krumpen und Florian Herlich beim verputzen.

Am 25. April stellten wir fest, dass der Kran der Firma Schnorrenberg nicht in der Lage war unseren Kugelfang in die Halterungen zu heben, nach einigen Telefonaten konnten wir die Firma Bender für diese Aufgabe gewinnen.

 

 

Wir möchten uns bei der Firma Bender für das große Entgegenkommen recht herzlich bedanken.

Am 26. April, am 03., 06. und 21. Mai verputzten Detlef Krumpen und Florian Herlich die Außenwände des Hochstandes weiter.

Am 27. u. 28. April wurde von Andrea Voß und Gregor Böttcher die Anstreicherarbeiten im Innenraum des neuen Hochstandes begonnen.
Ebenfalls am 28. April wurde mit einem Kran von der Firma Bender der Kugelfang, den die Fa. Gottwald Port Technology gebaut hat, durch die Fa. Schnorrenberg in die Halterungen eingebaut und die Laufgitter angebracht.

Am 27. April wurden die Vorbesprechungen mit den Behörden durchgeführt, es war schwierig den Sachverständigen, die Polizei, das Bauordnungsamt, den Architekten und meine Person unter einen Hut zu bringen, dennoch konnten wir uns auf den 08. Juni für die Abnahme festlegen, durch die feste Bauweise, brauchten wir den TÜV nicht auch noch in diesen Reigen mit aufnehmen.

 

Auch der nächste Samstag, der 30. April wurde wieder zur Arbeit genutzt, es wurde die letzten Verkleidungen von Jörg Sturm, Jürgen Berndt, Frank Döring und Jörg Selge unter der Leitung von Harri Braun vorgenommen. Das Geländer vor dem Kugelfang wurde bei der Firma Metallfabrikate Schnorrenberg, gefertigt und am 06.05.2005 angebracht.

 

Auch hier vielen Dank bei der Firma Schnorrenberg für das entgegenkommen.

 

Am 07.05.2005 wurde die Toilettenanlage von
Wolfgang Tilgert abschließend wieder in Betrieb genommen. Die in der Hebeanlage befindliche Pumpe wurde vorher von Edgar Jakobs und einem Arbeitskollegen der Firma BAUMO instandgesetzt und eingebaut.

 

Hierfür einen besonderen Dank an euch Drei und die Firma BAUMO.

Auch Jörg Sturm, Klaus Lange und Volker Keller waren anwesend und machten einige Kleinarbeiten zur Verschönerung.

Auch an dem folgenden Samstag, dem 14.05.2005 wurde wieder auf dem Schießstand gearbeitet, Dirk Sturm, Volker Keller, Frank Döring und Klaus Lange versuchten den weiteren Anstrich vorzunehmen, mussten jedoch wegen Regens die Arbeiten einstellen.

Am 21.05. und 23.05.2005 wurden die Metallabdeckungen für das Mauerwerk von Volker Keller, Waldemar Schaffrin und mir vorgenommen, Frank Döring und Klaus Lange machte weitere Vorarbeiten für den abschließenden Anstrich und Detlef Krumpen und Florian Herlich verputzten den alten Hochstand, damit auch hier ein neuer Anstrich die gesamte Anlage wieder in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Auch Dirk Drunkemöller und Max Wünsche waren anwesend um die abschließenden Arbeiten für die Beleuchtung vorzunehmen. Max baute die Gartenbank auseinander und Stephanie Seegler schmirgelte diese anschließend, Sie hat sich zur Aufgabe gemacht die Bank bis Schützenfest wieder neu anzustreichen.

 Ich möchte mich an dieser Stelle ganz besonders bei Klaus Lange bedanken, der an allen vorgenannten Tagen anwesend war und uns mit Getränke und Brötchen versorgt hat.

Am 28.05.2005 trafen sich einige Schützenkameraden am Schießstand um die Streicharbeiten weiter zu führen.

Ebenso am 04.06.2005, hier wurden außerdem die letzten Arbeiten am Kugelfang durchgeführt, Harri Braun, Volker Keller, Max Wünsche, Klaus Tilgert und ich verkleideten den Kugelfang von innen mit Holz und pressten die Putzlappen hinter das Holz in den Hohlraum.

 Falk Weidner und Jürgen Berndt legten die Bodensteine für den Weg zum Jungschützenraum.

 

Die Gewehrhalterung wurden erst am 08.06. vor der Abnahme angebaut und mit dem Kugelfang ausgerichtet.

Bei der Abnahme am 08.06. traten schießtechnisch Gesehen keine besonderen Schwierigkeiten auf, wir mussten nur die Schrauben versenken und die Äste ausbohren und beides mit Holzdübel verschließen. 

 

Baurechtlich mussten wir die von uns gefertigte Leiter gegen eine Leiter mit Rückenschutz austauschen und eine zusätzliche für den hinteren Bereich anbringen und den Laufsteg hinter dem Kugelfang erweitern. Für das Schießen der ehemaligen Könige am 11.06. bekamen wir eine Ausnahmegenehmigung.

 

Am 24.06. fand eine erneute Abnahme durch das Bauordnungsamt statt, während dieser Abnahme wurden die Änderungen abgenommen, für das Schießen am 25. 06., unser Prinzenschießen bekamen wir eine vorläufige Genehmigung und am 30.06. erhielten wir die entgültige Genehmigung, damit stand dem Schießen am 02.07. 2005, unser Königsvogelschießen nichts mehr entgegen.

 

Wir möchten uns bedanken für die gute Unterstützung und Spenden beim Neubau des Hochstandes bei den Firmen:

Architekturbüro Crull + Partner, Glaserei Schiller, Baugesellschaft mbH R. Weber, Zimmerei Kramm, Gottwald Port Technology, Bauunternehmung Uwe Böhm, Kranarbeiten Bender Josef GmbH & Co.KG, Metallfabrikate Schnorrenberg und der Firma Baumo.

Außerdem ein ganz besonderer Dank an die oben genannten Mitglieder für ihr außerordentliches Engagement beim Neubau bzw. Umbau.

 Daten und Fakten

Es waren 13 Personen durch die verschiedenen Firmen an ca. 20 Arbeitstage im Einsatz.

Durch die Mitglieder der Bruderschaft wurde insgesamt an 17 Samstagen und an 5 anderen Wochentagen gearbeitet.
Es wurden im Durchschnitt an diesen Tagen  4,55 Stunden, von durchschnittlich 6 Mitgliedern gearbeitet.

Es waren 37 Mitgliedern im Einsatz, von ihnen wurde der alte Hochstand entfernt, hierbei einige Tonnen Stahl bewegt, der alte Schützenstand abgerissen, für den neuen Schützenstand die alte Betondecke entfernt, der neue Boden gepflastert, hierfür wurden  2,5 m³ Kies und Sand bewegt und 10 m² Pflastersteine verlegt und befestigt, die Mauern hochgezogen und verputzt, auch hier wurden einige m³ Sand, Zement und Steine bewegt, das Holzgerüst für das Dach und den Fensterbereich gezimmert und aufgebaut, das Doppelstegplexiglasdach ca. 11 m² gebaut und die Makrolonscheiben eingesetzt und verkleidet, die Sträucher und der Boden für den Hochstand entfernt, der alte Weg ca. 7 m²  zum Jungschützenraum entfernt und der neue Weg ca. 8 m ² wieder gelegt, die neuen und alten Mauern ca. 120 m² verputzt und 170 m² gestrichen, hierzu wurden ca. 120 l Farbe und 450 kg Spritzputz verbraucht, die Oberkante der neuen Mauern mit ca. 16 m Zinkblech abgedeckt, der Kugelfang wurde mit 5 cm dickem und 27 cm breiten Holz verkleidet, hiervon wurden ca. 40 m verbraucht, es wurden ca. 100 Äste ausgebohrt und mit Holzdübel verschlossen, ca. 160 kg Putzlappen in den Kugelfang gepresst.
Dieses alles wurde in ca. 600 Arbeitsstunden geleistet.

Von den Mitgliedern wurden, während der Arbeitszeit in kurzen Pausen, da von Seiten der Bauleitung ständig gehetzt wurde, ca. 200 belegte Brötchen verspeist und so manche Kiste Wasser oder Limonade getrunken.

Von vielen kleinen und großen Helfern wurden Spenden gesammelt und Lose verkauft, damit dieses Bauvorhaben realisiert werden konnte.

Von unseren Kassierern wurde bei jeder Ausgabe mit spitzer Feder gerechnet.

Alles in allem hat der neue Hochstand ca. 25.000,- € verschlungen.

Er wäre alles sicherlich wesentlich teurer geworden, wenn die eine oder andere Firmen uns nicht mit den Preisen entgegen gekommen wären oder sogar keine Kosten berechnet hätte.

 

Klaus Voß
1. Regimentsschießmeister